Weit in der Mitte
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Sissa Micheli

In ihren fotografischen Serien mischt Micheli reale mit fiktiven Elementen. Inhaltlich umkreist Micheli das Thema der Selbstinszenierung in Darstellungen von Erinnerungen, Reisen und Träumen. Wie Filmstills aus einem Kurzfilm reihen sich die Bilder zu einer Geschichte aneinander. Zwischen den einzelnen Bildern oder Filmkadern ist auf der narrativen Ebene für den Betrachter genügend Platz, damit dieser ihn wiederum mit Stills aus seinem eigenen (Gedanken-)Film füllen kann.
In ihrer neuen Arbeit stellt Micheli Momente aus dem Leben von New Yorkerinnen nach. Ihr Augenmerk gilt dem Changieren zwischen Dokumentarischem und Inszeniertem: Sie verwendet sich und Bekannte als Protagonisten, aber auch als X für alle Frauen, für Opfer und Täter, für Betrachter oder Voyeur. Die Serien tragen die Titel der Schlagzeilen aus der NY Times.
In ihrem Videofilm memories in a flat unternimmt Micheli in den Kleidern der Großmutter eine Stunde vor der Auflösung der Wohnung eine Reise durch die Räumlichkeiten. Dabei erzählt sie vom Leben dieser Frau. Es geht um Geschichten und um die Rekonstruktion von Geschichte, die immer subjektiv ist. Hier wird der Stoff von Erinnerungen untersucht.
In ihrer Herangehensweise versteht Micheli sich sowohl als Betrachterin als auch Akteurin. Ihr Anliegen ist sowohl ein sinnliches Einsteigen in das Gefühlsleben von Frauen jenseits der Hektik des Alltags in New York als auch eine sozialpsychologische Analyse. Ihre neuen Arbeiten thematisieren das Wechselspiel zwischen Film und Fotografie.

 




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